Sie planen die Anschaffung einer Photovoltaikanlage oder betreiben bereits eine PV-Anlage und haben Fragen? Hier finden Sie kompakte, verständliche Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um Photovoltaik.

Die Kosten hängen von Anlagengröße, Dachbeschaffenheit und gewählter Technik ab. Als grobe Orientierung liegen die Preise je kWp installierter Leistung im mittleren dreistelligen Bereich; eine typische Anlage für ein Einfamilienhaus umfasst meist 8 bis 12 kWp. Für ein individuelles Angebot lohnt sich immer eine unverbindliche Vor-Ort-Beratung.

In Deutschland liefert eine gut ausgerichtete PV-Anlage im Schnitt etwa 900 bis 1.100 kWh pro installiertem kWp und Jahr. Ausrichtung, Neigungswinkel, Verschattung und Standort beeinflussen den tatsächlichen Ertrag spürbar.

Ja. Da die Strompreise deutlich stärker gestiegen sind als die Einspeisevergütung, liegt der wirtschaftliche Vorteil heute vor allem im Eigenverbrauch. Wer möglichst viel selbst erzeugten Strom selbst nutzt – idealerweise mit Speicher – erzielt weiterhin attraktive Einsparungen.

Die reine Montage auf dem Dach dauert bei einem Einfamilienhaus in der Regel ein bis drei Tage. Hinzu kommen Planung, Materialbeschaffung und die Anmeldung beim Netzbetreiber, sodass der Gesamtprozess von der Beauftragung bis zur Inbetriebnahme oft mehrere Wochen bis wenige Monate in Anspruch nimmt.

Eine Südausrichtung mit 30 bis 35 Grad Neigung gilt als Optimum. Ost-West-Anlagen liefern zwar etwas weniger Spitzenertrag, erzeugen den Strom aber gleichmäßiger über den Tag verteilt, was den Eigenverbrauchsanteil erhöhen kann.

Für die meisten Dachanlagen auf Wohngebäuden ist in Deutschland keine gesonderte Baugenehmigung erforderlich. Ausnahmen können bei Denkmalschutz, bestimmten Fassadenanlagen oder Freiflächenanlagen gelten. Eine Anmeldung beim zuständigen Netzbetreiber sowie im Marktstammdatenregister ist in jedem Fall Pflicht.

Solarmodule haben eine erwartete Lebensdauer von 25 bis 30 Jahren, viele Hersteller geben entsprechend lange Leistungsgarantien. Der Wechselrichter muss meist nach 12 bis 15 Jahren getauscht werden.

Nicht selbst verbrauchter Strom wird ins öffentliche Netz eingespeist und über die Einspeisevergütung oder – bei größeren Anlagen bzw. nach Förderende – über die Direktvermarktung vergütet. Mit einem Batteriespeicher lässt sich der Eigenverbrauchsanteil deutlich erhöhen.

Neben der bundesweiten EEG-Einspeisevergütung gibt es je nach Bundesland und Kommune zusätzliche Zuschüsse, zinsgünstige KfW-Kredite sowie teils lokale Förderprogramme für Speicher und Ladeinfrastruktur. Die Verfügbarkeit ändert sich regelmäßig, eine aktuelle Beratung lohnt sich.

Eine Photovoltaikanlage sollte über die Wohngebäudeversicherung oder eine separate PV-Versicherung gegen Schäden durch Sturm, Hagel, Blitzschlag oder Diebstahl abgesichert werden. Viele Versicherer bieten hierfür passende Zusatzbausteine an.